„Blutende Erde“ von Sandy A. Farmer

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Taschenbuch: 360 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (31. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3739241357
ISBN-13: 978-3739241357
Preis: 11,99€

Es war dunkel, feucht und kalt. Nein, es war schwarz, undurchdringlich und es roch nach Moder und Kälte und jahrelanger Verlassenheit. Das nahm ich als Erstes wahr, als ich die Augen aufschlug. Wo hatten sie mich hingebracht, und warum?
Langsam versuchte ich, mein Gefängnis zu ertasten. Schnell wurde mir klar, dass ich in einer Art Grab lag. Jedenfalls der Größe nach. Hatten sie mich etwa lebendig begraben?
Jessica wird bei einer Wandertour mit ihrer Freundin entführt und findet sich in einem Haus mitten im Niemandsland wieder. Ein Entkommen scheint ausgeschlossen. Als Jessica bemerkt, dass sie sich in den Fängen einer Sekte befindet, beginnt ein Albtraum für sie.
Ein Katz- und Maus-Spiel der besonderen Art, an dessen Ende nichts mehr so ist, wie es anfangs scheint.

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„Blutende Erde“ von Sandy A. Farmer ist der erste von 2 Bänden, in denen es um die Erlebnisse der jungen Frau Jessica geht. Sie fiel bei einer Wanderung mit ihrer Freundin in eine Grube und währen-dessen die Freundin Hilfe holt, wird Jessica von seltsamen Männern aus der Grube befreit und verschleppt. Auf einer einsamen Farm, wo anscheinend die Zeit ein wenig stehen geblieben ist, wird sie nun gefangen gehalten und muss schnell erkennen, dass es sich hier um eine Art Sekte handelt und mit dem Anführer Geronimo nicht gut Kirschen essen ist. Sie muss an einigen ziemlich grausamen Ritualen teilnehmen, bei denen auch vor Vergewaltigung und Mord nicht zurückgeschreckt wird. Unter ständigem Drogeneinfluss stehend, verliebt sich Jessica allerdings in den Ziehsohn von Geronimo, Victor, ein starker junger Mann mit einer außergewöhnlichen Aura. Victor ist von den Machenschaften der Sekte nicht ganz so überzeugt wie sein Vater und so beschließen Jessica und er, die Farm zu verlassen…….diesen Entschluss bereuen beide jedoch schnell.

Vom Cover und Klappentext her versprach mir das Buch aufregende spannende Stunden der Leseunterhaltung. Jedoch muss ich sagen, dass der Plot zwar sehr spannend ist und auch absolutes Potential hat, es an der Umsetzung allerdings hier und da gehapert hat. Große Kritik muss ich leider an der Hauptprotagonistin Jessica üben. Sie ist eine erwachsene Frau, die normalerweise mit beiden Beinen fest im Leben steht und auch einen festen Freund hat. Also kann bei ihr von geistiger Reife und gesundem Menschenverstand ausgehen. Leider handelt sie aber nicht so. Im Gegenteil. Ihr Benehmen, ihre Äußerungen, Ihr Verlangen nach Victor, ähneln eher der geistigen Reife eines Teenagers in der pubertären Phase. Da entschuldigt es auch nicht, dass sie oft unter Drogen gestellt wurde, denn es gab trotzdem „lichte Momente“ bei ihrem Aufenthalt auf der Farm. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was sie an Victor fand. Sie muss zusehen, wie er im Zuge eines Rituales, einer Jungfrau die Unschuld nimmt und sie anschließend tötet, und verzehrt sich dennoch nach ihm. Für mich völlig undenkbar, so einen Mann zu lieben.

Auch die anderen Protagonisten konnten mich nicht wirklich überzeugen, ihr Handeln war oftmals einfach fernab jeglicher Realität und ich habe öfters beim Lesen den Kopf schütteln müssen. Hier ist noch viel Luft nach oben, was die Charaktere betrifft.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und gut zu lesen. Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Jessica, Victor und Jessicas Freund geschrieben, was ich als angenehm empfand.

Die 360 Seiten hätten ein wenig gerafft werden können, so wäre an einigen Stellen die Spannung nicht etwas abgeflaut. Trotzdem empfand ich das Buch spannend geschrieben und so unrealistisch es an vielen Stellen war, hat es mich dennoch irgendwie gefesselt.

Nicht zuletzt fand ich das Thema an sich sehr interessant, da ich im Rahmen der Blogtour zu diesem Buch auch das Thema Sekten auf meinem Blog erörtert habe. Ich bekam einen guten Einblick, was die Religion der Maya bzw. der Azteken betraf, auf deren Basis die Sekte von Geronimo agiert. Hier hat die Autorin gute Recherchearbeit geleistet und die Rituale im Buch entsprachen denen der Maya, wie sie früher tatsächlich ausgeübt wurden. Das hatte dann zur Folge, dass dieses Buch nicht wirklich Lektüre für sensible Menschen ist, die kein Blut sehen können oder die vom Lesen brutaler Szenen Alpträume bekommen. Ich hätte mich allerdings gefreut, wenn die Rituale noch ein wenig detaillierter beschrieben worden wären, für mich sind die Opfer leider zu schnell gestorben im Buch…..ich hoffe, ihr wisst, was ich meine.

Der Titel des Buches ist nachvollziehbar, wenn man sich ein wenig mit der Geschichte der Maya auseinandersetzt. Es war üblich, der „Mutter Erde“, die von den Maya verehrt wurde, Opfer zu bringen und bei diesen handelte es sich nicht selten um Mitglieder der eigenen Reihen. Diese Opfer wurden dann auch tatsächlich „ausgeblutet“, damit Mutter Erde fruchtbar ist und die Ernteerträge dementsprechend hoch ausfallen, um die gesamte Gemeinschaft ernähren zu können.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich das Buch „Blutende Erde“ durchaus gut unterhalten hat, aber noch viel Potential zur Verbesserung besitzt. Auf den Folgeband bin ich deshalb schon gespannt.

Das Buch bekommt von mir 3 Lupen.

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Mittendrin Mittwoch#31

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Diese Aktion habe ich bei Babsi auf ihrem Blog Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie entdeckt und möchte mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

Ursprünglich wurde sie von ellizy91 von  READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Es geht bei dieser Aktion um Zeilen oder kleine Abschnitte aus dem Buch/ den Büchern, in denen man gerade liest.

Zur Zeit lese ich mal wieder mehrere Bücher gleichzeitig und picke mir mal eins davon heraus für den „Mittendrin Mittwoch“.

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Enna Wert verließ fluchend die Scheune. Mia war geblieben, sie wollte hören, wie Immo aus der Nummer wieder raus kam und was folgen würde. Er bestach durch Schweigen. Es gab keine Fragerunde mehr und auch ein neuer Termin wurde nicht durchgesagt. Danach schaffte es Mia nicht mehr, Enna zu finden. Kein Wunder bei den vielen Schuppen und Scheunen. INs Wohnhaus wollte sie ihr nicht folgen -wegen Immo.

„Utkieker“ von Ingrid Schmitz
Seite 114/ 265

(Blogbuch)

In welchem Buch steckt ihr zur Zeit?

 

„Der Todesprophet“ – von Chris Karlden

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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746632323
ISBN-13: 978-3746632322
Preis: 9,99€

Ein Mörder mit einer grausamen Botschaft.

Ein Mann, der ihn aufhalten muss, um nicht alles zu verlieren.

Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Ben Weidner in Äthiopien Grausames erlebte. Seitdem leidet er unter Panikattacken und Erinnerungslücken. Auch seine Beziehung zu Nicole, der Mutter der gemeinsamen Tochter Lisa, ist am Ende. Als Ben die Leiche einer Frau findet, deuten erste Hinweise auf ihn als Mörder. Bei dem Versuch, seine Unschuld zu beweisen, gerät Ben mehr und mehr in ein Netz aus unglücklichen Verstrickungen. Schon bald beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem ihn seine Vergangenheit einholt und weit mehr auf dem Spiel steht als nur der Verlust seiner Freiheit.

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Der Berliner Journalist Ben Weidner bekommt 3 Monate nach seinem letzten Auslandseinsatz von seiner Frau  gesagt, er solle sich bitte eine eigene Wohnung suchen. Sein letzter Einsatz endete traumatisch und seine labile psychische Verfassung danach, die sich in Form von Blackouts und Flashbacks äußert, machten einen normalen Familienalltag unmöglich. Psychologische Hilfe zur Bewältigung lehnt Ben jedoch ab, was ihn dann letztendlich die Familie kostet. Zur Ablenkung geht er mit seinem Freund Viktor ins Kino, dort treffen sie eine Freundin von Viktor – Tamara. Mit dieser geht Ben zu ihr nach Hause. Weil er sein Handy bei ihr vergessen hat, kehrt er am nächsten Morgen noch einmal zu Tamaras Wohnung zurück und findet sie tot in der Badewanne. Ihr Sohn hockt an einem Heizungsrohr gekettet im Bad. Ben kann sich an nichts erinnern, allerdings ist sich die Polizei sicher, dass Ben Tamara ermordet hat. Zumal eine mit Blut geschriebene Botschaft im Badezimmer genau die Worte enthält, die Ben in einem Zeitungsartikel am gleichen Tag veröffentlicht. Da die Polizei aufgrund der erdrückenden Beweise nicht an Bens Unschuld glaubt und er auch immer wieder Blackouts hat, flieht Ben vor der Polizei, um selbst den Täter zu suchen. Doch es bleibt nicht bei dem einen Opfer und auch Bens Familie ist plötzlich nicht mehr sicher……

Das Buch „Der Todesprophet“ von Chris Karlden ist das das erste Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe. Schon der Prolog war Spannung pur und ließ erahnen, mit welchem Tempo die Handlung im Buch weiter gehen würde.

Der Leser rätselt mit dem Hauptprotagonisten Ben Weidner mit, was den Täter angeht. Nur kommt man beim Rätseln nicht wirklich weit, denn immer sorgen ungeahnte Wendungen dafür, dass man seinen gerade auserkorenen potentiellen Täter leider ausschließen muss, weil er entweder tot ist oder es doch nicht sein kann. Irgendwann weiß man eigentlich gar nicht mehr, wer als Töter in Frage kommen könnte, selbst Ben ist sich nicht mehr sicher, ob er seine Bekannte nicht doch in einen Anfall eines Blackout selbst getötet hat. Am Ende wird aber auch diese entscheidende Frage gelöst, wenn die Auflösung für mich allerdings auch ein wenig weit hergeholt war. Dennoch lässt das Ende keine Fragen offen, die Auflösung ist schlüssig und das Ende rund.

Ben als Hauptprotagonist war mir ein sympathischer Charakter, der authentisch in all seinen Facetten dargestellt war. Wer keine Sympathieunkte bei mir bekam, war Hauptkommissar Hartmann. Hier muss man ganz klar sagen, dass er seine Kompetenzen als Vertreter von Recht und Ordnung maßlos überschritten hat und somit sehr unglaubwürdig wirkte. Dies ist auch der Grund, warum ich eine Lupe abziehen muss.

Der Schreibstil ist mitreißend und sehr flüssig geschrieben, so dass man das Buch schneller gelesen hat als man denkt und die 380 Seiten nur so dahinfliegen. Die Spannung steigert sich, bis auf ein paar kleine Hänger, stetig im Laufe der Handlung und endet in einem Showdown, der einem die Haare zu Berge stehen lässt beim Lesen.

Man bekommt als Leser einen packenden Thriller präsentiert, dem ich gern 4 Lupen gebe.

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Mittendrin Mittwoch #31

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Diese Aktion habe ich bei Babsi auf ihrem Blog Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie entdeckt und möchte mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

Ursprünglich wurde sie von ellizy91 von  READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Es geht bei dieser Aktion um Zeilen oder kleine Abschnitte aus dem Buch/ den Büchern, in denen man gerade liest.

Zur Zeit lese ich mal wieder mehrere Bücher gleichzeitig und picke mir mal eins davon heraus für den „Mittendrin Mittwoch“.

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Wilhelm spürte keine Schmerzen. Seit fast zwei Minuten lag er wach und spürte überhaupt nichts, außer einer erneut aufziehenden Müdigkeit. Da er sich aufgrund seiner körperlichen Schwäche kaum bewegen konnte, blieb ihm nichts anderes übrig, als an die kahle Decke über ihm zu starren , deren unregelmäßige Erhebungen er mittlerweile auswendig kannte.

 

„Mutterschmerz“ von J.P Conrad
Seite 18 von 344
( Wanderbuch einer FB – Gruppe )

In  welchem Buch steckt ihr zur Zeit?

„Eventus Corp. – verkaufte Unschuld“ von Manu Wirtz

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2714 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 201 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Kindle -Preis: 4,99€

Die Eventus Corporation ist ein deutsches Security- und Militärunternehmen, das im Personenschutz, aber auch bei gefährlichen Einsätzen in internationalen Krisengebieten tätig ist. Die Teamleiterin Stefanie Audet und der IT-Spezialist Stephan Brokkenleg werden aktiv, als die 15-jährige Alina, die Tochter eines Bankers gekidnappt wird. Sie kommen über Facebook & Co. einem Mädchenhändlerring, der Alban-Liga, auf die Spur. Der eiskalte Mafiaboss Marko Berisha nutzt das Internet für geheime Versteigerungen der entführten Frauen und Mädchen. Das Eventus-Team jagt die Verbrecher quer durch Europa bis zu einem alten Atombunker an der tschechischen Grenze, dem Hauptquartier der Bande. Schaffen sie es noch rechtzeitig, die gefangene Alina vor einem Schicksal als Sexsklavin zu retten?
Ein temporeicher und ungemein spannender Thriller mit einem neuen und schlagkräftigen Team.

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Was ist der Traum eines jeden jungen Mädchens, welches lange Haare hat und gut aussieht? Model sein werden sich die meisten jetzt denken. Und so unrecht haben sie da auch gar nicht. Dass sich diesen Wunsch kriminelle Mädchenhändler zu eigen machen, das ist längst nicht mehr der Feder einer Autorin mit viel Fantasie entsprungen. Leider….. Manuela Wirtz greift dieses hochbrisante und weltweit vorhandene Problem in ihrem  Thriller „Eventus Corp.  – verkaufte Unschuld“ auf. Aber es geht nicht nur um das Thema Mädchenhandel im Buch, sondern auch um die Bekämpfung dieser Mädchenhändlerringe. Und hier kommt das Security – und Militärunternehmen Eventus Corporation  zum Zuge, das sich unter anderem auch auf Personenschutz spezialisiert hat. Ganz vorn im Team steht die sympathische  Stefanie Audet, die Teamleiterin der Eventus Corporation Firma ist. Zusammen mit ihrem Kollegen und IT-Spezialisten Stephan Brokkenleg machen sie sich auf die Suche nach der vermissten 15-jährigen Alina, Tochter eines früheren Schulkameraden von Alina, der sie um Hilfe bittet. Sie finden heraus, dass Alina an einem Fotoshooting teilnehmen wollte, zu der sie ihr erster Freund Noel eingeladen hatte. Diesen hat sie über Facebook kennengelernt und nach nur einem Treffen hat sich Alina unsterblich in ihn verliebt. Leider ist Noel aber nicht der softe BWL-Student, den er vorgibt zu sein, sondern er ist ein „Loverboy“. Er ködert junge, gut aussehende Mädchen, die anschließend von der Alban – Liga, der er angehört, meistbietend verkauft werden. Dies geschieht im großen Stil und bei der Suche nach Alina müssen Stefanie und  ihr Kollege schnell erkennen, dass es sich hier um einen ganz professionellen und international agierenden Mädchenhändlerring handelt, mit dem man sich lieber nicht anlegen sollte…..

Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht, denn sonst braucht ihr das Buch ja gar nicht mehr lesen. Was ziemlich schade wäre, denn der Auftakt der Reihe um die Fälle der Eventus Corporation mit ihren sympathischen und interessanten Protagonisten ist ein durchweg gelungener, spannender Thriller, den die Autorin Manu Wirtz dem Leser hier präsentiert.

Schon ab dem ersten Kapitel ist man mitten im Geschehen der skrupellosen Mädchenhändler, die gerade „neue Ware“ meistbietend verkaufen wie andere Menschen Vieh bei einer Bauernauktion. Schlimm ist die Tatsache, dass dies tausendfach jeden Tag auf diesem Planeten passiert und diese jungen Mädchen nie wieder glücklich werden in ihrem Leben – wenn sie denn überhaupt überleben. Wenn man sich dies vor Augen hält, bekommt der Lesegenuss schon einen schalen Beigeschmack. Dennoch muss ich sagen, hat die Autorin hier hervorragend recherchiert, was das Thema betrifft und ihre Informationen gekonnt und ohne Spannungsverlust in die Handlung eingeflochten. Einzig die vielen Erklärungen, was die Firma Eventus Corporation angeht, empfand ich an einigen Stellen störend und auch viel zu wissenschaftlich für einen Roman, zudem finde ich, hätte es diese Fülle an Informationen für das Verständnis des Buches nicht gebraucht. Deshalb gebe ich auch einen Stern Abzug dafür.

Die Hauptprotagonisten sind sehr authentisch dargestellt und hatten durchweg meine Sympathiepunkte. Man spürt die Angst des Vaters der entführten Alina, aber ebenso die Beklemmnis von Stephanie, die als alleinerziehende Mutter einer 14-jährigen Tochter, die Ängste ihres ehemaligen Schulfreundes nur zu gut verstehen kann und deshalb auch mit allen Mitteln, die ihr und ihrem Team zur Verfügung stehen, das Mädchen lebend und unversehrt finden wollen. Auch die anderen Protagonisten waren  mir, mal abgesehen von den Mitgliedern des Mädchenhändlerringes – wohl verständlich – sehr sympathisch.

Bis auf die schon oben erwähnte kleine Kritik, die mir an diesen Stellen etwas die Spannung nahm, fiel es mir trotzdem schwer, das Buch aus der Hand zu legen und mit den knapp 200 Seiten ist es auch schneller gelesen als einem lieb ist. Ich hoffe, dass Manu Wirtz bei den Folgebänden dieser Reihe genauso spannende Themen aufgreift, wie dies hier der Fall war und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Stephanie Audet und ihren Kollegen.

Das Buch bekommt von mir 4 Lupen und eine klare Leseempfehlung.

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Mittendrin Mittwoch #31

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Diese Aktion habe ich bei Babsi auf ihrem Blog Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie entdeckt und möchte mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

Ursprünglich wurde sie von ellizy91 von  READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Es geht bei dieser Aktion um Zeilen oder kleine Abschnitte aus dem Buch/ den Büchern, in denen man gerade liest.

Zur Zeit lese ich mal wieder mehrere Bücher gleichzeitig und picke mir mal eins davon heraus für den „Mittendrin Mittwoch“.

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In Anbetracht der Tatsache, dass zwischen den Versammelten möglicherweise ein Serienmörder herumlief, hielt Donner das für die einzig richtige Entscheidung. Jedoch lag die beim Außendienstleiter.Bereits von weitem erkannte er Donner das Fahrzeug mi der Aufschrift Einsatzleitung . Er musste Kroll erreichen. Den Leuten, die Donner umringten, schienen die Befindlichkeiten der Ordnungshüter einerlei zu sein. Sie kreischten und skandalierten Kraftklub – Rufe. Mittlerweile drängten sich die Körper dicht an dicht.

„Asche und alter Zorn“ von Elias Haller
57% von 100% ( Ebook )

In welchem Buch steckst du gerade?

„Elanus“ von Ursula Poznanski

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Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Loewe (22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785582315
ISBN-13: 978-3785582312
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 14,95€

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

Drohnen, Überwachung, Manipulation, dunkle Geheimnisse – gekonnt webt Ursula Poznanski hochaktuelle Themen in ihren neuen Thriller. Die Spiegel-Bestseller-Autorin legt nach den Jugendbuch-Bestsellern Erebos, Saeculum, der Eleria-Trilogie (Die Verratenen, Die Verschworenen, Die Vernichteten) und Layers ihren neuen Jugendbuch-Thriller vor: Elanus.

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Jona ist ein siebzehnjähriger hochintelligenter Junge, der ein Stipendium an einer Eliteuniversität in Rothenheim bekommen hat. Mit im Gepäck ist Elanus, seine selbst gebaute Drohne. Diese ist durch eine von ihm entwickelte Software in der Lage, mit Hilfe der Handynummer von Personen, sich an deren Fersen zu heften.  Diese Art der Beobachtung macht Jona großen Spaß, denn mit sozialen Kontakten hat er es typischerweise aufgrund seiner Intelligenz nicht so und eckt dabei öfters vor allem bei älteren Kommilitonen an. Aus Spaß steckt er 3 Personen, darunter auch Linda, in die er sich verliebt hat, heimlich Zettel in die Taschen, auf denen steht, dass er deren  Geheimnis kenne.  Am nächsten Morgen gibt es an der Uni einen Toten und auch Jona scheint plötzlich in Lebensgefahr zu schweben…..

„Elanus“ ist der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski. Es ist mein erstes Buch der Autorin und wird wohl nicht mein  letztes sein. Als Leser findet man sehr schnell in die Geschichte hinein, eigentlich ist man es schon auf der ersten Seite.  Obwohl das Buch über 400 Seiten hat, hätte ich es am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt. Unter einem Thriller stelle ich mir zwar dennoch etwas anderes vor, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass  ich das Buch und die Handlung absolut spannend gefunden habe.

Mit Jona, dem Hauptprotagonisten, bin ich anfangs nicht wirklich warm geworden. Seine überhebliche und arrogante Art anderen Menschen gegenüber fand ich überhaupt nicht schön, er ist aber wahrscheinlich trotzdem aufgrund seiner Hochbegabung realistischer dargestellt als man es als Leser glauben möchte. Im Laufe der Handlung lernt er jedoch seine Verhaltensweisen  ein wenig positiv zu verändern und kann sich sogar mit dem Nachbarsjungen Pascal sowie der Kommilitonin Marlene anfreunden.  Trotz seiner Hochbegabung und Intelligenz fand ich so manche Handlungsweisen von ihm einfach nur kindisch, unbedacht  und sogar für ihn lebensgefährlich. Hier merkte man stark, dass er immer noch erst 17 Jahre alt ist und sich biologisch mitten in der Pubertät befindet.

Die Handlung war von der ersten Seite an spannend. Ein kleine Flaute an Spannung  gab es dafür im Mittelteil, wogegen das Ende wieder eher explosiv und rasant war. Es blieben keine Fragen offen, was ich sehr gut fand. Manch einer wird mit der Auflösung des Buches nicht so zufrieden gewesen sein, man hätte etwas Spektakuläreres erwarten können, aber da die Handlung rund war,  wurde ich für meinen Teil als Leser durchweg zufriedengestellt.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen, wie ein Jugendbuch eben sein sollte. Begriffe und fachliche  Belange, was die Drohne Elanus angeht, wurden gut und auch für Laien nachvollziehbar erklärt und gekonnt von der Autorin in die Handlung eingeflochten. Nebenbei bekommt man als Leser hier auch noch ein interessantes und aktuelles Thema präsentiert. Spannung gibt es von Beginn an und mit so mancher Wendung habe ich nicht gerechnet. Die Auflösung ließ sich zwar gegen Ende des Buches erahnen, dennoch schaffte es Ursula Poznanski, hier noch einmal die Spannung zu steigern.

Für mich war „Elanus“ ein gelungenes Jugendbuch, ich wünschte, zu meinen Zeiten hätte es so spannende Jugendliteratur schon gegeben.

Das Buch bekommt von mir 4 Lupen.

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„Tausend Wellen fern“ 1-4 von Rebecca Maly

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1198 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ca. je 86 Seiten
Verlag: Edel Elements (8. Juli 2016)
Preis: je ebook  1,99€

Irland, 1872. Als der Vater der 18-jährigen Kaylee Heagan ihre Mutter für eine Jüngere verlässt, entflammt im katholischen Dublin ein Skandal. Um der Schande zu entgehen und sich gemeinsam eine Zukunft aufzubauen, brechen die beiden ungleichen Frauen zu einer beschwerlichen und langen Seereise nach Neuseeland auf. Doch wird sich ihre Hoffnung auf ein neues Leben erfüllen?

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Rezension alle 4 Bände

„Tausend Wellen fern“ ist eine 4-teilige Reihe, die als Ebook im Verlag Edel Elements erschienen sind. Es handelt sich dabei um eine Neuseeland Saga, geschrieben von Rebecca Maly. Bis jetzt kannte ich die Autorin nur als Rebekka Pax aus dem Genre Krimi. Umso gespannter war ich, was mich hier auf 4 mal rund 90 Seiten erwartete.

Es geht in den Bänden um die Abenteuer der jungen Irin Kaylee, die im Jahre 1872 zusammen mit ihrer Mutter Erin Irland fluchtartig verlassen muss und sich mit dem Schiff SS Christophorus nach Neuseeland begeben wollen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Das Schiff gerät allerdings in einen Sturm und ausgerechnet das Rettungsboot von Kaylee kentert. Gerettet wird Kaylee von einem Walfängerschiff. Dort lernt sie Timothy kennen, der sie irgendwie magisch anzieht. Doch Kaylee trauert auch um ihre Mutter, die es bei dem Sturm nicht in ein Rettungsboot geschafft hat. Dennoch, sie ist eine starke Frau und findet sich schnell auf dem Walfängerboot umringt nur von Männern zurecht. Ein Abenteuer beginnt……

Die Geschichte ist, wie oben schon erwähnt, in 4 Bände aufgeteilt. Die ersten 3 Bände enden jeweils in einem Cliffhanger und so ist man als Leser auch angehalten, die Saga in chronologischer Reihenfolge mit allen 4 Bänden zu lesen. Warum man nicht einfach einen kompletten Roman daraus gemacht hat, kann ich nicht sagen, wäre aber eigentlich sinnvoll gewesen. Zumal jeder einzelne Band nur um ca. 85 Seiten hat.

Nichtsdestotrotz ist es Rebecca Maly gelungen, hier eine interessante und spannende Handlung zu schreiben, die mich von Beginn an gefesselt hat, obwohl ich nicht bevorzugt historische Romane lese. Kaylee ist eine junge Frau, die einen Charakter hat, wie man ihn heutzutage als emanzipiert bezeichnen würde. Zur damaligen Zeit allerdings eckt man da an der ein oder anderen Stelle, besonders beim anderen Geschlecht, schon mal an. Aber das war auch der Grund, warum ich sie so sympathisch gefunden habe und mich so gut mit ihr identifizieren konnte. Der Gegensatz dazu ist Kaylee´s Mutter Erin. Eine Frau, die vom Ehemann gedemütigt, die Flucht ergreift, um dem Gerede der Leute aus dem Weg zu gehen. Einerseits verständlich, andererseits hat sie sich ja nichts zu Schulden kommen lassen und muss dennoch büßen und ihr Leben komplett neu beginnen. Da kommt ihr das Angebot eines Freundes in Neuseeland, sich um die Erziehung seiner Töchter zu kümmern, gerade recht.

Timothy, der junge Walfänger ist der andere Hauptprotagonist der Saga. Er war ebenfalls sehr authentisch und bildhaft dargestellt. Ein junger Mann, der schon viel Schlimmes in seinem Leben mitmachen musste und nun seinen Platz im Leben sucht. Unterstützung bekommt er dabei vom Kapitän des Walfängers, der Timothy als seinen Ersatzsohn ansieht.

Rebecca Maly ´s Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und so schafft man einen Band in wenigen Stunden, denn einmal begonnen mit lesen, kann man es schwer aus der Hand legen. Was ich in der Handlung dennoch überlesen habe, waren die grausamen Beschreibungen des Walfangs. Für mich als absoluter Tierliebhaber ist das harter Tobak gewesen, der an den entsprechenden Stellen mein Lesevergnügen arg gebremst hat. Beim Lesen des 4. Bandes hatte man  gegen Ende leider das Gefühl, er müsse fertig werden. Hier hätte es gern ausführlicher sein können, denn die Handlung raste quasi dahin.

Dennoch hat mir diese Saga unterhaltsame Stunden beschert und es werden nicht meine letzten Bücher der Autorin gewesen sein.
Die Neuseelandsaga „Tausend Wellen fern“ bekommt von mir 4 Lupen.

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Mittendrin Mittwoch #31

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Diese Aktion habe ich bei Babsi auf ihrem Blog Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie entdeckt und möchte mich gerne an dieser Aktion beteiligen.

Ursprünglich wurde sie von ellizy91 von  READ BOOKS AND FALL IN LOVE erstellt.

Es geht bei dieser Aktion um Zeilen oder kleine Abschnitte aus dem Buch/ den Büchern, in denen man gerade liest.

Zur Zeit lese ich mal wieder mehrere Bücher gleichzeitig und picke mir mal 2 davon heraus für den „Mittendrin Mittwoch“.

 

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Der Schläger kracht in Bens Gesicht. Die Schockwelle jagt durch meinen Arm und lässt meine Fingerspitzen taub werden. Blut spritzt in alle Richtungen. Ich höre das widerliche Knirschen berstender Knochen, gefolgt von einem hohen Kreischen, dass sich unvermittelt in ein nasses Grunzen verwandelt. 

„Die Stille vor dem Tod “ von Cody Mc Fadyen
Seite 95/ 477


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Vor mir streckt sich der nackte Hintern eines älteren Herren in die Luft, der in seiner Bewegung innehält. Darunter lugt meine Oma hervor. “ Ach, Kengk, du bist wieder da. Das ist aber eine Überraschung.“ O mein Gott, ich weiß nicht, wohin mit mir.

„Liebe vertagen, Mörder jagen“ von Vera Nentwich
Seite 19/ 283
(Leserunde auf Lovelybooks)

 

Was liest du denn gerade an Büchern?