„Isarlauf“ von Bettina Plecher

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Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (22. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499270676
ISBN-13: 978-3499270673
Preis: 9,99€

Tod an der Ziellinie
München im Herbst, die Stadt ist im Marathonfieber. Als ein Läufer im Olympiapark zusammenbricht und stirbt, deutet alles auf Herzversagen hin. Toxikologe Quirin Quast und seine junge Kollegin Frieda May aber finden im Blut des renommierten Psychiaters einen ganz und gar tödlichen Medikamenten-Mix. Wer hätte Grund gehabt, dem Mann nach dem Leben zu trachten?
Dann tauchen im Nachlass des Toten Fotos schlafender Frauen auf. Viele Fotos. Hat sich der Psychiater bei der Behandlung seiner Patientinnen krimineller Methoden bedient? Auf der Suche nach einer Antwort finden Quirin und Frieda heraus, dass der Tote nicht der einzige Mediziner in der Stadt war, der unorthodox arbeitete …

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„Isarlauf“ heißt der Kriminalroman von Bettina Plecher, der im Januar 2016 im Rohwoldt Verlag erschien.

Während eines Marathons im Münchner Olympiapark bricht der junge Psychiater Kijan von Sydow plötzlich zusammen und verstirbt. Seine Schwester Nasran glaubt nicht an einen natürlichen Tod und bittet ihre Freundin und Ärztin Frieda May zusammen mit dem  Toxikologen Quirin Quast um Hilfe.  Da die Todesursache von Kijan offiziell Herzversagen ist, können Frieda und Quirin die Polizei nicht einschalten und beginnen auf eigene Faust zu recherchieren. Im Blut des Verstorbenen findet der Toxikologe dann auch Medikamente, die Kijan als Arzt so mit aller Wahrscheinlichkeit nicht eingenommen hätte und beide müssen sich die Frage stellen, wer vom Tod des Psychiaters profitiert. Bald schon sind sie einem Geheimnis auf der Spur, das den Toten nicht wirklich in einem guten Licht dastehen lässt. Und was hat es mit den vielen Frauenfotografien auf sich, die Frieda und Qurin in dessen Wohnung finden?

Die beiden Hauptprotagonisten Frieda und Quirin werden hier sehr authentisch beschrieben und sind ein eingespieltes Team. Vor allem den teils trockenen Humor von Quast fand ich sehr amüsant. Er nimmt nicht wirklich ein Blatt vor den Mund und das Zusammenleben mit ihm und Frieda als Wohngemeinschaft war sehr bildhaft vorstellbar. Beide sind gestandene Persönlichkeiten in ihrem Beruf, obwohl Quast sich etwas vorsehen muss, da er schon öfters mit seinem vorlauten Mundwerk angeeckt ist. Die einzelnen Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Quirin und Frieda geschrieben.

Dass es sich bei dem Buch um den 2. Band dieses ungewöhnlichen Ermittlerduos handelte, habe ich nicht gewusst, und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass mir entscheidende Informationen für dieses Buch gefehlt hätten. Von daher kann man es unabhängig vom ersten Band lesen.

Der Schreibstil ist flüssig und zügig lesbar, allerdings hat mir ein konstanter Spannungsaufbau gefehlt, den ich mir für einen Krimi gewünscht hätte.

Dafür gab es viel Münchner Lokalkolorit und ausführliche Beschreibungen der einzelnen Szenen sowie fachliche Erklärungen von Quast und seinen Kollegen. Gegen Ende des Buches hatte auch ich das Gefühl, schneller lesen zu müssen und die Auflösung war sehr überraschend, weil es erst kurz vor Showdown Hinweise darauf gab. Diesen Nervenkitzel und das Miträtseln um Täter und Motiv hätte ich mir jedoch schon eher gewünscht.

Dennoch finde ich „Isarlauf“ einen gelungenen Kriminalroman, der einige Schwächen aufweist, aber den Leser trotzdem gut unterhält.

Ich vergebe daher 4 von 5 Lupen.

4Lupen

 

„Ich bin dann mal ganz anders“ von Jennifer Schreiner

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Broschiert: 358 Seiten
Verlag: Pro-Talk (17. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939990175
ISBN-13: 978-3939990178
Preis: 14,90€

Als 28-jährige Studentin noch bei ihrer Mutter zu wohnen, ist für die liebenswerte Chaotin Anna alles andere als ein Vergnügen. Nicht nur, dass sie der Kuppelwut ihrer Frau Mama schutzlos ausgeliefert ist, sie muss sich auch noch an ihrer Schwester Sabine messen lassen, die ein Leben in Perfektion lebt etwas, von dem die tollpatschige Anna nur träumen kann. Nach einer katastrophalen Familienfeier beschließt Anna: Ein neues Leben muss her! Schließlich möchte auch sie einmal ihre Mutter stolz machen und auf der Sonnenseite des Lebens stehen, einen Mann haben und einen Job, um den sie alle beneiden. Um alle Ansprüche zu erfüllen, beginnt Anna kurzerhand, sich drei ganz neue Leben zu erschwindeln : eines für ihre Mutter, eins für die Karriere und eines für sich selbst. Doch als ihr Traummann Max auftaucht, wird es kompliziert…

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„Ich bin dann mal ganz anders“ ist ein Roman von Jennifer Schreiner, der im Pro-Talk- Verlag im Dezember 2015 erschien und 358 Seiten umfasst.

Die Handlung könnte chaotischer nicht sein, denn die 28-jährige Studentin Anna hat eigentlich noch nichts in ihrem Leben erreicht – sehr zum Missfallen ihrer Mutter, die als Vergleich immer Anna´s Schwester heranzieht, die in Kürze heiratet und erfolgreich als Ärztin arbeitet. Und da Anna auch noch bei Mutti zu Hause wohnt, muss sie so einiges an Verkupplungsversuchen über sich ergehen lassen. Doch irgendwann beschließt Anna, dass es genug ist, zieht aus und erschwindelt sich mehr oder weniger ganze 3 neue Leben, in denen sie einen gut aussehenden Freund  hat, einen gut bezahlten Job, ab und an sogar ein Kind und überhaupt ein absolut tolles Leben führt, damit ihre Mutter endlich auch stolz auf sie sein kann und sich keine Sorgen mehr um die jüngere Tochter machen muss. Nur leider hat sie nicht damit gerechnet, dass der Chef aus Leben Nummer 3 in die Galerie von Leben Nummer 2 zur Ausstellung geht und Leben Nummer 1 nur noch mit roten Haaren funktioniert und überhaupt alles auf einmal ganz schön kompliziert unter einen Hut, besser gesagt, unter eine Perücke, zu bekommen ist. Da nimmt natürlich das Chaos seinen Lauf……

Auf dem Cover steht „Bridget Jones für Fortgeschrittene“ und so was in der Art hatte ich dann eigentlich auch erwartet. Dies trifft für das Buch aber nur bedingt zu und den Vergleich konnte ich daher nicht wirklich nachvollziehen. Irgendwie war das Buch Chaos pur für mich. Man musste schon genau lesen, um mitzubekommen, in welchem Leben Anna denn nun gerade agiert. Ist sie grad blond oder brünett oder trägt sie keine Perücke und ist die rothaarige Version gerade angesagt? Es war etwas arg durcheinander und spätestens bei der Szene, als sie auf die Vernissage ihrer Chefin geht, ihre Mutter dort ist, der andere neue Chef mit dem Sohn Max, ihre Tochter, die keine Tochter ist und  die Schwester mit ihrem Verlobten noch auftauchen, habe ich den Überblick verloren. So oft, wie Anna dort Perücke blond gegen Perücke brünett austauschen muss, um  Anna Nummer 1,2 oder 3 vorzuspielen, war mir dann einfach zu unglaubwürdig und ich empfand es  weder humorvoll noch amüsant, sondern eher nervend. Zumal eine andere Haarfarbe ja nicht gleich einen anderen Menschen ausmacht und ich mich frage, wie „blond“ eigentlich die anderen alle sind, dass sie nicht merken, dass es sich hier um ein und die selbe Person handelt. Einen Menschen macht ja optisch nicht nur die Haarfarbe aus, sondern auch Mimik, Gestik, Aussprache, Gang usw. und das alles kann Anna nicht mal eben so schnell verändern.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr locker geschrieben und das Buch ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Die Handlung ist irgendwie vorhersehbar und so war für mich auch wenig Spannung vorhanden, ahnte man doch sehr schnell, in welches Desaster sich Anna als nächstes hinein manövriert. An einigen Stellen entlockte mir das Buch dann auch hin und wieder ein Schmunzeln. Die Wandlung von Anna am Ende des Buches fand ich gelungen und ich hatte es ehrlich gesagt herbeigesehnt, denn auf diese Art und Weise hätte Anna ihre 3 vorgetäuschten Leben nicht mehr lange aufrecht erhalten können.

Insgesamt ist das Buch aber leider keine Lektüre, die mich überzeugen konnte, weil die Handlung einfach viel zu unrealistisch ist.

„Ich bin dann mal ganz anders“ bekommt von mir 3 Lupen.

3Lupen

 

Hörbuch “ Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ – von Sebastian Niedlich

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Hörbuch-Download
Spieldauer: 9 Stunden und 38 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Audible GmbH
Audible.de Erscheinungsdatum: 6. August 2015
Sprache: Deutsch
ASIN: B011R3GRZU

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann…

Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

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„Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich ist mein bislang 2. Hörbuch gewesen und bestimmt nicht mein letztes.

Das Cover hatte mich neugierig gemacht, sah der Tod doch hier ziemlich lustig aus mit seinem Zipfelmützenkostüm und dem Kecher in der Hand, mit der er die Schmetterlinge einzufangen versucht.

Erzählt wird die Geschichte von Martin, einem siebenjährigen Jungen, der am Sterbebett seiner Oma als einziger Mensch den Tod sehen und mit ihm reden kann. Ab diesem Zeitpunkt wird der Tod sein mehr oder wenig ständiger Begleiter, obwohl dies Martin sich mehrfach dagegen sträubt, denn er merkt schnell, wenn Tod erscheint, gibt es meist in seinem Umfeld auch einen Todesfall. Und somit ist Martin gezwungen, sich auch mit dem Thema Leben und Tod intensiver auseinander zu setzen, als ihm vielleicht lieb ist. Man begleitet Martin im Hörbuch sein halbes Leben lang, bekommt Höhen und Tiefen mit, seine erste Liebe und seine berufliche Laufbahn  und ich fühlte mich herrlich in meine Vergangenheit versetzt mit den 80-er Jahren, der Wende und Wiedervereinigung. Da kam mir vieles nur zu bekannt vor. Seine geschichtliche Entwicklung ist eigentlich die eines normalen Kindes zum Mann und macht es nur besonders durch die Begegnungen mit Tod, durch den  allerdings auch sein Lebenslauf beeinflusst wird. Auch entwickelt Martin seltsame Fähigkeiten, die darauf hinauslaufen, dass Tod wohl doch mehr mit ihm vorhat als Martin nur  als Freund an seiner Seite zu haben. So ein Leben als Tod kann nämlich ganz schön einsam sein.

 Das Hörbuch wird von  Matthias Keller erzählt. Das gelang ihm meines Erachtens auch ganz gut, an manchen Stellen fand ich die Stimme von Tod etwas unangebracht  monoton, da der ein oder andere Scherz von ihm hier dadurch etwas unter ging.  Leider handelte es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Fassung und das merkte man auch an einigen Stellen.

So unterhaltsam und amüsant die Geschichte hier vorgetragen wurde, hatte sie dennoch auch ernste Hintergründe und diese Mischung fand ich im Hörbuch sehr gut gelungen. Wer weiß denn wirklich, was mit uns und unserer Seele nach dem Tod passiert?  Hier gab es im Hörbuch nicht nur bezogen auf den Tod, sondern auch auf die Entstehung des Lebens, eine für mich sehr schöne bildliche Vorstellung und meine Gedanken hingen der Geschichte so manches mal noch nach.

Das Ende hat mich dann sehr überrascht, denn im Hörbuch ist der Beginn der Anfang vom Ende und man glaubt so das ganze Hörbuch hindurch, den Schluss zu kennen.

Insgesamt fand ich das Hörbuch sehr unterhaltsam, teils amüsant, teils ernsthaft und vergebe hier 4 Lupen.

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Follow Friday 26.02.2016

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Follow Friday ist eine Aktion, die von Sonja  mit ihrem Blog A Bookshell Full of Sunshine ins Leben gerufen wurde. Es geht einfach darum, neue Blogs kennen zu lernen und sich mit ihnen zu vernetzen. Klickt doch einfach oben auf den Link und schaut euch die Regeln an, vielleicht habt ihr ja auch Lust dabei zu sein.

Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:
Wie steht ihr zu detaillierten Sexszenen in Büchern?

Ich lese ja Erotik- und Liebesromane eher weniger. Aber auch die hatte ich schon in der Hand und natürlich gab es da auch die eine oder andere Sex-Szene.

Es kommt eigentlich immer drauf an, wie es vom Autor/der Autorin dem Leser „rüber“ gebracht wird. Ich mag es nicht, wenn der reine Akt als solches nüchtern und wenn möglich noch vulgär beschrieben wird, dann hätte ich mir nämlich ein Porno-Video geholt. Aber auch eine blümchenmäßige, kitschige Umschreibung finde ich total daneben, wir sind hier ja nicht im Aufklärungsunterricht und müssen über Bienchen und Blumen reden. Es sollte schon „real“ beschrieben sein, kann auch ruhig ins Detail gehen, aber ich möchte auch noch Platz für mein eigenes Kopfkino haben. Von daher finde ich es gar nicht so einfach, einen guten Erotikroman zu schreiben.

Wie sieht es bei euch aus? Detaillierte Sexszenen sind für euch ein NOGO oder ein MUST HAVE?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
                                                                                                wünscht Eure Yvonne

„Masterminds – im Auge der Macht “ – Gordon Korman

Masterminds

Gebundene Ausgabe: 263 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (8. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 340774594X
ISBN-13: 978-3407745941
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Preis: 12,95€

Serenity in New Mexico: 185 Einwohner, keine Kriminalität, Arbeit für jeden, die perfekte Idylle! Eli kann sich nicht vorstellen, jemals irgendwo anders zu leben. Bis zu dem Tag, als er die Stadtgrenze überquert und aus heiterem Himmel unter Schmerzen zusammenbricht. Wer hindert Eli daran, die Stadt zu verlassen und wieso? Serenity entpuppt sich als perfides Gefängnis und Eli und seinen Freunden wird klar: Sie schweben in Lebensgefahr …

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Was macht man, wenn man als Jugendlicher sein ganzes Leben noch  nie die Heimatstadt verlassen hat? Richtig – man geht auf Entdeckungsreise. Genau das versuchen Eli und sein Freund Randy, die in dem kleinen Städtchen Serenety mit genau 185 Einwohnern und einer Kriminalitätsrate von genau Null Prozent leben.

Doch Eli kommt über die Stadtgrenze nicht hinaus und bricht unter Schmerzen zusammen. Und irgendwie scheint hier alles ein wenig zu viel Harmonie und Idylle zu sein. Die Stadt ist mehr als sauber, jeder hat Arbeit in der großen Pylonenfabrik und alle Kinder und Jugendliche werden verwöhnt und umsorgt. Nur eines dürfen sie nicht: die Stadt verlassen. Eli sucht mit seinen Freunden Amber, Malik, Hector und Tori nach Antworten, denn ganz normal finden sie das alles nicht und sie werden auch fündig. Nur leider stellt das ihr gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf.

Das Buch „Masterminds“ hat mich von Anfang an gefesselt. Schon nach den ersten Seiten ist man mitten in der Geschichte drin und fragt sich, wieso Eli zusammenbricht an der Stadtgrenze. War es zu Beginn noch etwas ungewohnt, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines Freundes von Eli oder ihm selbst erzählt wurde, hatte ich mich aber auch daran schnell gewöhnt. Die 5 Freunde wurden ausführlich beschrieben und man konnte sich so gut ein Bild von jedem Einzelnen machen. Die Spannung wurde meines Erachtens nach auch durch diese Ausführlichkeit nicht gestört. Es war eher die unterschwellige, nicht greifbare Gefahr, welche die Spannung im Buch ausmachte. Immer wieder entdeckten die 5 Freunde neue Antworten auf die vielen Fragen, warum es in der Stadt so friedlich ist, warum es keine Kriminalität gibt, warum es nur 29 Kinder in der Stadt gibt und fast nie jemand zu – oder wegzieht. Durch die unterschiedlichen Charaktere bekam man auch die Gewissenskonflikte mit, denen einige ausgesetzt waren, je mehr sie herausfanden. Amber zum Beispiel wollte so lange die Wahrheit nicht erkennen und wurde daher auch zur Gefahr für die anderen. Denn Erwachsene konnten und durften sie ja nicht einweihen in das Geheimnis der Stadt, welches sie entdeckt hatten.

Je mehr Wahrheit ans Licht kam, umso gefährlicher wurde es auch für die 5 Freunde. Am Anfang überwog noch die Neugier und es war eher Spiel und Abenteuerlust. Doch schon bald war hier eine Wende zu erkennen und als Leser fieberte man mit, dass sie bloß nicht entdeckt wurden von den Erwachsenen oder den „lila Männern“. Die ganze Wahrheit ist dann einfach nur Grauen pur und die Tatsache, dass hier von 5 schuldlosen Jugendlichen die Rede ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Leider gibt es ein offenes Ende im Buch, was mich aber auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Für mich war „Masterminds“ ein tolles Jugendbuch, bei dem man mit fiebert und am Ende einer Wahrheit ins Auge blicken muss, die man eigentlich nicht glauben kann, dass so etwas möglich ist. Zum Glück ist es nur eine fiktive Geschichte.

Der Schreibstil ist leicht lesbar mit kurzen Kapiteln und sollte man mal vergessen haben, aus welcher Perspektive gerade geschrieben wird, steht der Name des jeweiligen Protagonisten am Anfang jedes Kapitels.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und die doch geringe Seitenanzahl im Nu gelesen. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle 12-15 Jährigen ( vom Hersteller empfohlenes Alter ), aber auch für Erwachsene absolut geeignet. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt und vergebe daher 5 Lupen für dieses Buch.

5Lupen

 

Follow Friday 19.01.2016

 

 

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Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:
Habt ihr mal jemanden mit eurem Lesefieber anstecken können?

Naja, früher hab ich meinen Sohn noch angesteckt und er hatte im Buchhandel schneller ein Buch als ich in der Hand, aber das ist leider schon lange Vergangenheit. In der Schule lese ich sehr viel in den Pausen und wenn´s mir zu langweilig wird, da war ich sonst die einzige mit Buch in der Hand. Jetzt lesen schon einige mehr in der Schule.

Aber sonst fällt mir da niemand ein.

Habt ihr den Lesefiebervirus schon mal auf andere übertragen?

Ein schönes Wochenende mit spannenden Büchern wünscht
                                                                                                                                                    Eure Yvonne

 

„Die Flut“ von Arno Strobel

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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (21. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596198356
ISBN-13: 978-3596198351
Preis: 9,99€

Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

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Was sind deine letzten Gedanken, wenn die Flut kommt und du ohnmächtig zusehen musst, wie dein geliebter Partner in ihr umkommt?

Auf der schönen Ferieninsel Amrum geschieht ein grausamer Mord.

Ein junges Paar wird von einem Psychopathen betäubt und an den Strand geschleppt. An einem Pfahl gefesselt, muss der Mann zusehen, wie seine Frau, bis zum Kopf im Sand eingegraben, langsam qualvoll ertrinkt, nachdem die Flut eingesetzt hat. Keiner weiß, wer der unbekannte Mörder ist oder was er für ein Motiv für diese Taten hat.

Zur gleichen Zeit werden Julia und Michael, von dessen Arbeitskollegen Andreas und seiner Frau Martina auf die Insel eingeladen. Die 2 Paare könnten unterschiedlicher nicht sein. Leider trübt sehr bald dieses schreckliche Verbrechen die bis dahin unbeschwerten Urlaubstage. Aber es kommt noch schlimmer, denn am nächsten Morgen steht die Polizei vor ihrer Tür……mehr will ich zur Handlung mal gar nicht schreiben, weil ich sonst bestimmt spoilere.

Das Buch war eigentlich wie die Flut selbst. Zuerst sieht man nur von weitem, dass etwas auf einen zukommt. Aber dann ist sie da und überrollt dich und du hast keine Ahnung, wie du ihr entkommen kannst. Genauso erging es mir mit dem Buch. Der Prolog ist schon beängstigend und  man fragt sich, was es da noch an Steigerung geben kann. Arno Strobel hat es geschafft, mich zu fesseln. Immer schneller wollte ich lesen, damit ich endlich weiß, wer hinter den grausamen Morden steckt. Verdächtige gab es genug, eigentlich war es so ziemlich jeder männliche Protagonist zeitweise bei mir. Aber am Ende hat es mich dann doch eiskalt gepackt, denn mit der  Auflösung hatte ich nie und nimmer gerechnet. Strobel gelingt es perfekt, den Leser immer wieder auf eine falsche Fährte anzusetzen. Da ist der komische Nachbar, der alles und jeden heimlich fotografiert ( War er es ? ), der kranke Polizist, der sich trotz Verbot in die Ermittlungen einmischt ( Warum wohl? ) oder der Psychiater, der nicht mehr praktiziert und auf der Insel in einem kleinen Häuschen seinen Ruhestand genießt ( Weshalb  arbeitet er nicht mehr?)Charaktere, die für mich alle verdächtig waren.

Fast  alle Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Fast, weil Julia mir ein wenig naiv und blass vorkam und ich mir bei ihr mehr Tiefe im Charakter gewünscht hätte. Fast, weil ich die Ermittler-Methoden von Hauptkommissar Harmsen als sehr gewöhnungsbedürftig, teilweise unrealistisch  und subtil fand und meine Sympathiepunkte für ihn wohl eher in den Minusbereich gingen.Das Gegenteil a´la „guter Cop“ war sein Kollege Jochen, der versuchte, diesen „trampelnden Elefanten im Porzellanladen“ zu besänftigen, was ihm allerdings mehr schlecht als recht gelang.

Michael war eher der ruhige Typ, dem nichts und niemand auf die Palme bringen konnte , was seine Freundin Julia ab dem Zeitpunkt mächtig störte, als der Arbeitskollege Andreas ein wenig zu sehr Interesse an Julia zeigte. Martina, die Frau von Andreas war als Protagonistin ein absolutes Nogo. Keine 24 Stunden würde ich es mit ihr in einem Zimmer aushalten. Ständig nörgelnd und mürrisch, schlecht gelaunt und mit spitzer Zunge, schafft sie es, dass Michael und Julia die Urlaubsfreude, abgesehen vom Mord, sehr schnell vergeht. Sie hätte zu gut an die Seite von Kommissar Harmsen gepasst. Und Andreas war für mich ein Protagonist, der ebenfalls nicht viele Sympathiepunkte abbekam. Mehr mit seiner Arbeit verheiratet als mit Martina, was man ihm nicht verübeln konnte, und schwer einzuschätzen fand ich ihn.

Der Schreibstil von Arno Strobel ist einfach nur rasant und flüssig zu lesen. Die Kapitel sind übersichtlich eingeteilt und werden aus wechselnden Perspektiven erzählt. Oftmals enden sie in einem Cliffhanger. Erst sehr spät erfolg der Showdown, diesen ahnte ich zwar voraus, war aber auf das Ende trotzdem nicht gefasst, weil es einfach für mich keinen Verdachtsmoment auf die Auflösung gab.

Ein spannender Thriller mit unerwartetem Ende , der nicht mein letzter von Arno Strobel sein wird.

Das Buch bekommt von mir 4 Lupen.

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Blogtour „Freestyler“ Tag 2

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Heute ist schon der 2. Tag unserer Blogtour zum Buch „Freestyler“ von Katja Brandis.
Gestern haben euch ja Sabrina, Kathi und Melina auf ihrem Blog Tattooedtree einen ersten Einblick ins Buch gegeben. Heute  erfahrt ihr bei mir etwas über die geschichtliche Entwicklung von Prothesen und Implantaten.

Zuvor verrate ich euch noch gern, wie mir das Buch „Freestyler“ gefallen hat, klickt einfach hier

Hier seht ihr noch einmal die einzelnen Stationen der Tour:

13.02. Spoilerfreie Rezension auf Tattooed Tree

14.02. Prothesen und Implantate bei mir

15.02. Olympics & Paralympics bei Kielfeder

16.02. Leistungsdruck im Sport auf Literaturschock

17.02. Interview mit Katja Brandis bei Piranhapudel

ab 18.02. Auslosung der Gewinner*innen und Bekanntgabe auf Literaturschock

Im übrigen gibt es auf Leserunden.de ab dem 19.02.2016 eine Leserunde zusammen mit der Autorin zu diesem Buch. Schaut doch einfach mal dort vorbei.

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Im Buch  „Freestyler“ gibt es Athleten, die entweder Prothesen oder Implantate besitzen, sei es, weil sie einen Unfall hatten wie Ryan, der „Carbon-Blades“ trägt und dadurch wieder laufen kann oder weil man einfach schneller sein will bzw. kleine „natürliche Makel“ damit ausmerzen möchte wie Jola mit ihrer künstlichen Achillessehne. Aber selbst bei ganzen Organen scheint es möglich zu sein, dass diese künstlich ersetzt werden, so wie bei Ao Yun im Roman, der ein künstliches Herz hat. Das diese  im Buch beschriebene medizinische Technik gar nicht mehr so weit weg von ist, zeigt auch, wie lange sich der Mensch schon mit Prothesen und Implantaten befasst und es immer komplexere Implantate und Prothesen gibt. Dazu gibt es nun einen kleinen geschichtlichen Exkurs von mir:

Die ersten Prothesen gab es schon um 500 vor Christus, man mag es kaum glauben. So fand man eine etwa 2500 Jahre alte Zahnprothese in Ägypten  oder ein 2300 Jahre altes Holzbein in China. Auch im alten Rom trug man schon kunstvolle Zahnbrücken aus Gold. Natürlich spielte auch da das Vermögen eine große Rolle. Hatte man Geld, konnte man sich Prothesen leisten, die Armen mussten so zurecht kommen.Im 15. Jahrhundert bestanden die Zahnprothesen dann zum Beispiel aus Rinderknochen.

Wer durfte denn alles in der Schule “ Götz von Berlichingen“ lesen? Der Mann mit der eisernen Hand wurde er ja genannt. Diese Handprothese, die sogar greifen  konnte, war 1530 eine technische Meisterleistung.

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*Bild ist gemeinfrei

Die ältere und neuere Hand des Götz von Berlichingen

 

 

 

 

Etwa zur gleichen Zeit gelang dem französischen Mediziner Paré ein entscheidender Durchbruch. Er erfand Beinprothesen, die sich fest mit dem Beinstumpf verbinden ließen.

Wusstet ihr, dass George Washington ( 1732-1799 ) eine Unterkieferprothese aus Elfenbein und Flusspferdzähnen hatte? tierisch

( Quelle: www. dr-schulte.ch)

 …..kleiner Scherz – das Bild……

Über Jahrhunderte blieben Prothesen aber außerhalb des Körpers, einfach, weil der medizinische Fortschritt noch nicht so weit war. So starben die meisten an Infektionen und Sepsis. Erst  Rudolf Virchows   Zellenlehre 1855 verbesserte das Verständnis von kranken und gesunden Körperzellen und 1890 implantierte der Berliner Chirurg Themistocles Gluck eine Knieprothese aus Elfenbein im Körper. Allerdings gab es auch hier keinen Erfolg, weil er die Prothese mit Zement direkt am tuberkulös veränderten Knochen fixierte und damit auch in infektiöses Gewebe hinein operierte. 1919 erfindet der berühmte Chirurg Ferdinand Sauerbruch die nach ihm benannte Hand. Er versuchte die Muskeln der Amputationsstümpfe für die Beweglichkeit einer Armprothese zu nutzen. Elfenbeinstifte übertrugen die Kräfte auf die erste aktive Prothese. Selbst feinste Bewegungen waren nun möglich.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es einen regelrechten Schub in der Prothetik. In den 1950er Jahren entwickelten Forscher aus Russland und den USA elektrisch gesteuerte Armprothesen. Elektroden griffen  nun die Signale für die Steuerung direkt an den Muskeln ab. Die künstlichen Hände konnten  so einfache Greifbewegung ausführen. Seit den 60-er Jahren brachte man immer mehr Ersatzteile in den Körper. Aber auch die „Contergan- Katastrophe“ ließ  die Forschung weiter experimentieren, um diesen Kindern ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen.

Auch gab es jetzt Metallplatten bei Oberschenkelhalsfrakturen und Hüft-oder Knieprothesen aus Titan. 1958 wurde in Stockholm der erste Herzschrittmacher implantiert. Dieser war anfangs noch faustgroß, aber mittlerweile gibt es weitaus kleinere Implantate. Ab der Jahrtausendwende wurden z.B. Handprothesen immer feiner, der Trend geht zu bionischen Händen, wobei man alle 10 Finger bewegen kann und die die natürliche Hand nachahmt. Seit 2000 arbeitet die Medizin intensiv am Körperersatz aus menschlichen Zellen.2004 gelang es erstmals dreidimensionales Knorpelgewebe zu züchten.

Auch das Exoskelett eröffnet eine neue Dimension in der Prothetik. Computergesteuerte Sensoren machen das bisher unmögliche möglich: Querschnittgelähmte können damit wieder gehen. Allerdings bedarf es viel Übung, die circa 25 Kilogramm schwere Ganzkörperprothese zu steuern.

Wer weiß, was uns in naher Zukunft in Sachen Implantate und Prothesen noch alles erwartet. Jedenfalls denke ich, ist das Buch „Freestyler“ mit Sicherheit schon sehr nah an unserer zukünftigen Realität.

(Quellen: www.swr.de, www.bvmed.de )

So, ich hoffe, ihr habt bis zum Ende durchgehalten mit lesen und könnt die unten stehende Gewinnspielfrage beantworten.

Zu gewinnen gibt es nämlich  auch etwas:

Unter allen TeilnehmerInnen werden am Ende insgesamt 5 gebundene Ausgaben des Buches verlost!

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Beantwortet einfach folgende Gewinnspielfrage in einem Kommentar und schon seid ihr im Lostopf!

 Wann implantierte der Berliner Chirurg Gluck eine Knieprothese aus Elfenbein im Körper?
( Die Lösung findet ihr hier oben im Text!)

Das Kleingedruckte:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 17.2.2016 um 23:59 Uhr.

Viel Glück wünscht
                                      Eure Yvonne!

Follow Friday 12.02.2016

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Follow Friday ist eine Aktion, die von Sonja  mit ihrem Blog A Bookshell Full of Sunshine ins Leben gerufen wurde. Es geht einfach darum, neue Blogs kennen zu lernen und sich mit ihnen zu vernetzen. Klickt doch einfach oben auf den Link und schaut euch die Regeln an, vielleicht habt ihr ja auch Lust dabei zu sein.

Die heutige FFF ( Follow Friday Frage ) lautet:

Habt ihr schon mal komische Träume dank eines Buches bekommen?
Interessante Frage. Als Erwachsener ist mir das noch nicht passiert. Aber als Schulkind, da kann ich mich noch heute daran erinnern. Ich habe mal ein Jugend- oder Kinderbuch ( das weiß ich nicht mehr so genau )über die Zeit der Mammuts gelesen und unseren Vorfahren zu dieser Zeit. Ich weiß noch , dass ich dann mal davon geträumt habe, dass ich auch Teil der Handlung des Buches  bin und ich mit den anderen Menschen vor einem Mammut fliehe.
An einen anderen Traum kann ich mich nicht erinnern, der von Büchern beeinflusst wurde.
Wie ist es  bei euch? Hab ihr Erinnerungen an einen komischen Traum der durch ein Buch entstanden ist?
Liebe Grüße
                                           Eure Yvonne

„Seelenfieber“ von Eva Lirot

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Taschenbuch: 204 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (19. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1519646828
ISBN-13: 978-1519646828
Preis: 6,99€

Paradise“ steht auf dem Fläschchen mit Sprühsystem, das die Mordkommission neben der Leiche einer jungen Frau findet. Die Inhaltsstoffe des Medikaments sind zum großen Teil unbekannt. Doch es scheint sich um eine neue Lustdroge zu handeln. Ein weiterer Toter wird gefunden. Am Tatort: wieder ein Fläschchen Paradise. Auf dem Computer des Toten: E-Mails, in denen er um die Nachlieferung des Sprays geradezu fleht. Eine fieberhafte Suche nach dem Dealer dieser hochgefährlichen Lifestyle-Droge beginnt – bis Chefermittler Jim Devcon durch einen anonymen Hinweis erfährt, dass viel mehr dahinter steckt. Ein internationales Pharmakonsortium will das Spray auf den Markt bringen. Die Tests an Menschen haben bereits begonnen. Ist ihr Leben in Gefahr? Es geht um viel Geld bei dem Präparat, das höchste sexuelle Erregung auslöst und zuverlässig zum Gipfel der Lust führt … „Seelenfieber“ ist ein rasanter Thriller mit spannendem Thema und der Auftakt zur Serie mit Jim Devcon und seinen außergewöhnlichen Fällen. Ebenfalls bereits erhältlich: „Seelenbruch“ und „Seelennot“.

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Seelenfieber“ ist der 1. Band einer Thriller – Serie um den Ermittler Jim Devcon.

Geschrieben wurde der Thriller von Eva Lirot und das Buch umfasst 204 Seiten. 

Schon die ersten Seiten des Buches lassen den Leser auf eine rasante Spannung hoffen und sie werden nicht enttäuscht. Die doch geringe Seitenanzahl hat man in Null Komma nichts weg gelesen und ich war ehrlich gesagt ein klein wenig traurig, dass ich schon am Ende des Buches bin. Aber: Es gibt ja schon die Nachfolgebände „ Seelenbruch“, „Seelengruft“ und „Seelennot“, die ich mir bestimmt auch ganz schnell auf meinen Reader lade. Aber um was geht es in dem Buch „ Seelennot“?

Es ist die neue Partydroge „Paradise“, die, eingenommen wie ein Nasenspray, einen sexuellen Rausch verspricht, wie man ihn auf normalem Wege nie bekommen kann.  Die Lifestyle-Droge befindet sich allerdings noch in der Testphase und ist für den Handel noch nicht zugelassen. Aber wie so oft, wird das Spray unter der Hand schon verkauft und in Umlauf gebracht, obwohl die Testversuche mit den Probanden noch nicht abgeschlossen sind und es außerdem zu einigen verheerenden Nebenwirkungen kommt. Das hat dann auch zur Folge, dass es mindestens eine tote Zivilperson außerhalb der Testreihe gibt und nun ein Ermittlerteam mit Hauptkommissar Jim Devcon als Leiter die Untersuchungen  aufnimmt. Dass sie schnell den Drahtzieher hinter den illegalen Verkäufen von „Paradise“ finden müssen, ist spätestens dann klar, als es weitere Todesfälle gibt, denn  bei allen Toten wird  eine Sprühflasche, etikettiert mit „Paradise“ , mit einer  unbekannten Substanz gefunden.

Der Schreibstil von Eva Lirot ist rasant. Auf 204 Seiten schafft sie es, den Leser zu fesseln ohne dass überflüssige und unnötige Erklärungen vorhanden sind. Kurze Kapitel mit vielen Cliffhangern haben es geschafft, dass ich oftmals dachte: „ Nur noch 1 Kapitel, dann ist erst mal gut für heute!“ Natürlich blieb es nie bei dem einen Kapitel, ich hätte das Buch in einem Rutsch durchlesen können. Einige Gespräche fand ich etwas  abstrus, weil Devcon nicht wirklich zur Kategorie einfühlsamer und sympathischer Kommissar gehört und der Umgang mit Zeugen und Informanten mir ein wenig unglaubhaft erschien..

Die Protagonisten sind dennoch authentisch dargestellt und gut ausgearbeitet. Man lernt die Charaktere im Laufe der Handlung gut kennen. Ein Spannungsbogen ist von der ersten Seite an da und endet hier ein einem Showdown, der zwar viele Fragen klärt, aber den Leser mit einigen wenigen Fragen zurücklässt. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, etwas Entscheidendes verpasst zu haben und so bin ich auch mit dem etwas offenen Ende durchaus zufrieden. Dafür bekommt man eine Auflösung im Showdown präsentiert, die ich weder vorausgesehen noch erwartet habe, was mir sehr gut gefiel.

Für einen Thriller gibt es hier weder ein großes Blut vergießen noch schlimme, eklige Szenen, die zu Alpträumen führen können.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, für 5 Lupen hat es aber noch nicht gereicht. Ich vergebe verdiente 4 Lupen  und freue mich auf die weiteren Bände.

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